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HonorĂŠ de Balzac
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HonorĂŠ de Balzac [] (* 20. Mai 1799 in Tours; â 18. August 1850 in Paris) war ein franzĂśsischer Schriftsteller. In den Literaturgeschichten wird er, obwohl er eigentlich zur Generation der Romantiker zählt, mit dem sechzehn Jahre älteren Stendhal und dem 22 Jahre jĂźngeren Gustave Flaubert als Dreigestirn der groĂen Realisten gesehen.cite-ref-1[1] Sein Hauptwerk ist der 88 Titel umfassende, aber unvollendete Romanzyklus La ComĂŠdie humaine (deutsch: Die menschliche KomĂśdie), dessen Romane und Erzählungen ein Gesamtbild der Gesellschaft im Frankreich seiner Zeit zu zeichnen versuchen.
Contents
⢠Leben
⢠Werke
⢠Theaterstßcke
⢠Jugendwerke
⢠Karikaturen
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Leben
Kindheit und Jugend
HonorĂŠ Balzac (so sein Geburtsname) war, da ein 1798 geborener Bruder schon im Säuglingsalter starb, ältestes Kind von Bernard-François Balzac (1746â1829), einem Bauernsohn aus dem sĂźdfranzĂśsischen DĂŠpartement Tarn, und von Anne-Charlotte-Laure Sallambier (1778â1854), einer Pariserin aus gutbĂźrgerlicher Familie. Der Vater, der es schon vor der Revolution vom Notariatsangestellten zum Sekretär eines hohen Beamten gebracht hatte, war nach 1789 Sekretär eines Marineministers und dann leitender Beamter in der Verwaltung der Revolutionsarmee geworden. Schon um 1780 hatte er seinen eigentlichen Namen Balssa franzĂśsisiert zu Balzac, das er spätestens ab 1803 gern mit einem de verzierte. Erst 1797 hatte er mit 50 geheiratet. Seine Frau, eine offenbar hĂźbsche und gebildete Person, war bei ihrer Heirat 19.cite-ref-2[2]
Die Mutter gab den neugeborenen HonorĂŠ sowie danach auch seine 1800 und 1802 geborenen Schwestern Laure und Laurence zu Ammen in Pflege. 1807, einige Monate bevor sie einen offenbar auĂerehelich empfangenen Sohn zur Welt brachte, schickte sie ihren eben achtjährigen Ăltesten in ein Internat der Oratorianer in VendĂ´me; ein Schulfreund war Auguste Barchou de PenhoĂŤn. Von dort wechselte er mit 13, sitzengeblieben und kränkelnd, in eine Pariser SchĂźlerpension und besuchte, wiederum nur wenig erfolgreich, das LycĂŠe Charlemagne. Insgesamt erlebte Balzac im RĂźckblick seine Kindheit und Jugend als freudlos und entwickelte einen tiefsitzenden Groll gegen seine Mutter.
1814 erhielt der Vater, der zuletzt in Tours Verwaltungschef des Krankenhauses gewesen war, einen guten Posten in Paris, und die Familie zog in die Hauptstadt um. Hier beendete Balzac 1816 seine Schulzeit und nahm ein Jurastudium an der Juristischen Hochschule (Ăcole de Droit) auf. Er besuchte jedoch auch Vorlesungen an der Pariser Philosophisch-philologischen Fakultät (FacultĂŠ des lettres) und am Collège de France und begann, nebenher philosophische Ăberlegungen zu Papier zu bringen. Ab 1817 arbeitete er zudem stundenweise als Schreib- und juristische Hilfskraft, zunächst bei einem Anwalt (wo er den späteren KomĂśdienautor Eugène Scribe als Kollegen hatte) und dann bei einem mit der Familie befreundeten Notar.
Die Anfänge als Schriftsteller und erste Schulden
Anfang 1819 legte er das baccalaurĂŠat en droit ab, die ZulassungsprĂźfung fĂźr den letzten Studienabschnitt vor der licence, dem eigentlichen Abschluss. Nach Vorlesungsende im Sommer brach er jedoch das Studium ab, denn er hatte beschlossen, Schriftsteller zu werden. Nachdem sich der Vater bereitgefunden hatte, ihm zwei Probejahre zu finanzieren, zog Balzac in eine kleine Dachwohnung und begann zu schreiben. Das Ergebnis war allerlei Feuilletonistisches und Lyrisches sowie Fragmente eines Opernlibrettos und einer TragĂśdie.
1821 lernte er den schon erfahreneren Autor Auguste Lepoitevin kennen. Mit ihm zusammen und unter dessen Pseudonym âViellerglĂŠâ produzierte er in den Folgejahren mehrere Romane, versuchte es daneben aber auch mit eigenen, die er unter dem Pseudonym âLord RâHooneâ oder âHorace de Saint-Aubinâ zeichnete.
1822 machte er die Bekanntschaft der 45-jährigen Madame de Berny, die seine erste Geliebte wurde und ihm eine ĂŠducation sentimentale angedeihen lieĂ. Sie blieb ihm bis kurz vor ihrem Tod 1836 als mĂźtterliche Freundin verbunden.
1823 versuchte sich Balzac erneut als Dramatiker mit dem StĂźck Le Nègre, das aber nicht angenommen wurde. Ein weiterer Ausflug in ein anderes Genre, das epische Gedicht FĹdora, wurde nicht fertig. Nebenher schrieb er Kritiken fĂźr das Feuilleton littĂŠraire des jungen Publizisten Horace Raisson, mit dem zusammen er auch andere literarische Projekte verfolgte. Immerhin verdiente er inzwischen mit dem Schreiben so viel, dass er in der Lage war, seinen Eltern 100 Franc Kostgeld monatlich zu zahlen, ein gewisses gesellschaftliches Leben zu fĂźhren und Reisen zu den Landsitzen adeliger oder groĂbĂźrgerlicher Gastgeber zu unternehmen.
Den erhofften Durchbruch als Autor schaffte er trotz seiner fleiĂig fortgesetzten Romanproduktion jedoch weiterhin nicht. Ende 1824 scheint er deshalb in eine Depression verfallen zu sein. Auch nachträglich haben seine Jugendwerke keine Geltung erlangt, obwohl diese oft schon Themen und Typen zum Inhalt haben, die später charakteristisch fĂźr ihn waren, wie etwa das Streben nach Anerkennung und Geld, oder den energiegeladenen jungen Aufsteiger.
Anfang 1825 lernte er Ăźber seine Schwester Laure in Versailles die Duchesse dâAbrantès kennen, die ein Verhältnis mit ihm einging und ihm Einblicke in die Welt des zeitgenĂśssischen Adels verschaffte. Im August starb mit 23 seine jĂźngste Schwester, Laurence de Montzaigle, deren 1821 geschlossene Ehe unglĂźcklich gewesen war. Im Herbst begann Balzac hieraufhin ein leicht zynisches und illusionsloses Ehehandbuch fĂźr noch ledige Männer: Physiologie du mariage, das er jedoch erst 1829 fertigstellte und anonym publizierte.
Ebenfalls 1825 versuchte sich Balzac als Compagnon eines Pariser Verlegers und gab je eine illustrierte und kommentierte Ausgabe der KomĂśdien Molières und der Fabeln von La Fontaine heraus. Auf den Geschmack als Verleger gekommen, kaufte er 1826 mit einem Darlehen Mme de Bernys und vor allem seiner Mutter eine Druckerei, der er 1827 eine LetterngieĂerei angliederte. Schon 1828 jedoch musste er infolge einer von England nach Frankreich Ăźberspringenden Wirtschaftskrise Konkurs anmelden, die GieĂerei an den Sohn Mme de Bernys abtreten und die Druckerei schlieĂen. Er blieb lebenslang Schuldner seiner Mutter, die seinen Vater (â 1829) und ihn selbst Ăźberlebte. Immerhin hatte er in seiner Eigenschaft als Verleger Kontakt zu mehreren Autoren der Schule der Romantiker erhalten, darunter Victor Hugo und Alfred de Vigny.
Die Zeit des Erfolgs
In der Folgezeit konzentrierte sich Balzac wieder auf das Schreiben. 1829 hatte er endlich Erfolg mit Le dernier Chouan, ou La Bretagne en 1800 (später Ăźberarbeitet und umbenannt in Les Chouans, ou La Bretagne en 1799). Es ist ein historischer Roman nach der neuen Machart Walter Scotts, der mit einem jungen Adeligen als Protagonisten das tragische Ende eines der letzten kĂśnigstreuen Widerständler gegen das Revolutionsregime schildert. Les Chouans war zugleich das erste Werk, das Balzac mit seinem Namen zeichnete. Diesem setzte er rasch ein âdeâ voran, als ihm der Erfolg die Pariser Salons zu Ăśffnen begann.
In den nächsten Jahren fĂźhrte er eine äuĂerst vielfältige und bewegte Existenz. So grĂźndete er 1830, im Jahr der Julirevolution, mit dem späteren Zeitungsmagnaten Girardin eine politische Zeitschrift. 1831 und nochmals 1832 erwog er, fĂźr ein Abgeordnetenmandat zu kandidieren, beschränkte sich dann jedoch auf eine Rolle als sehr aktiver Journalist, wobei er 1835 Mehrheitsaktionär einer politischen und literarischen Zeitschrift wurde, die jedoch schon 1836 einging. Seine politische Position rĂźckte in diesen Jahren deutlich nach rechts, denn 1832 hatte der pseudoadelige Bourgeois Ăźber eine adelige Freundin, die Marquise de Castries, Anschluss an Kreise der Legitimisten gefunden, die den 1830 zurĂźckgetretenen Charles X weiterhin als legitimen KĂśnig betrachteten und sich dem neuen âBĂźrgerkĂśnigâ Louis-Philippe verweigerten.
Daneben war Balzac viel unterwegs, um Gast in den Sommerresidenzen vornehmer Leute zu sein oder einer der zahlreichen, meist verheirateten Damen zu folgen, mit denen er Verhältnisse anstrebte oder unterhielt, wie Laure de Berny (1777â1836), Zulma Carraud (1796â1889); Laure Junot dâAbrantès (1784â1838), Olympe PĂŠlissier (1799â1878), Claire de MaillĂŠ de La Tour-Landry (La duchesse de Castries, 1796â1861), Marie du Fresnay (1809â1892), Frances-Sarah Guidoboni-Visconti (1804â1883) und Caroline Marbouty (1804â1890). Hierbei wurde er offenbar auch Vater auĂerehelich gezeugter Kinder, und zwar 1834 einer Marie du Fresnay und 1836 eines Lionel-Richard Guidoboni-Visconti.
1832 begann die polnische Gräfin Ewelina HaĹska eine langjährige Korrespondenz mit Balzac. Im September 1833 kam es im schweizerischen Neuchâtel zu einer ersten Begegnung zwischen Hanska und Balzac, im Dezember zu einem weiteren Treffen in Genf und wieder 1835 in Wien.
Nach dem Erfolg der Chouans passabel bezahlt und zunehmend anerkannt, verfasste Balzac zahlreiche Erzählungen und Romane, die in der Regel zunächst fortsetzungsweise in Zeitschriften herauskamen, ehe sie in Buchform erschienen. Schon frßh entwickelte er die Gewohnheit, jeweils mehrere bereits gedruckte Werke unter Gruppentiteln zusammengefasst nochmals zu vermarkten, so 1830 die zweibändigen Scènes de la vie privÊe (mit u. a. La Maison du chat qui pelote und Gobseck), 1831 die Romans et contes philosophiques (mit u. a. La Peau de chagrin), 1832 einen ersten Band Contes drôlatiques und 1833 die zweibändigen Scènes de la vie de Province (mit u. a. EugÊnie Grandet).
Im Oktober 1833 schloss Balzac einen Verlagsvertrag, wonach er aus vorhandenen und noch zu schreibenden Werken eine drei mal vier (also insgesamt zwĂślf) Bände umfassende Sammlung von âSzenenâ zu erstellen hatte, die unter dem Generaltitel Ătudes de mĹurs au XIXe siècle erscheinen sollten. Noch 1833 lieferte er zwei Bände Scènes de la vie de province, 1834 begann er die Scènes de la vie parisienne.
Im selben Jahr 1834 hatte er beim Schreiben eines seiner heute angesehensten Romane, Le Père Goriot (Vater Goriot), die Idee, die Figuren seiner bis dahin verfassten und der kßnftigen erzählenden Werke immer wieder neu auftreten zu lassen, um mit ihnen und um sie herum eine ßberschaubare Welt entstehen zu lassen. So schuf er im Lauf der Zeit ein Universum von gut 2000 Figuren, die Repräsentanten der nachrevolutionären franzÜsischen Gesellschaft sein sollten und eine plastische Vorstellung vom Leben der zeitgenÜssischen bßrgerlichen und adeligen Schichten samt ihren Domestiken vermitteln.
Im Sinne dieser Idee wählte Balzac den Obertitel La ComĂŠdie humaine, als er 1841 mit einer Verlegergruppe eine neue Gesamtausgabe seines vorhandenen und geplanten erzählerischen Ĺuvres vereinbarte und diese 1842 mit drei ersten Bänden erĂśffnete. Hierbei sollten die einzelnen Romane und Erzählungen nicht nur zu GroĂgruppen zusammengefasst werden (Ătudes philosophiques, Ătudes analytiques und Ătudes de mĹurs), sondern auch noch zu Untergruppen (Scènes de la vie privĂŠe usw.).
Zur Verwirklichung dieses Projektes schrieb Balzac in den nächsten Jahren wie besessen. Sein infernalischer Arbeitsrhythmus (oft 15 bis 17 Stunden am Tag), den er wie symbolisch in einer Art MÜnchskutte absolvierte, und sein enormer Kaffeeverbrauch (bis zu 50 Tassen in der Arbeitszeit) wurden legendär. Ab 1840 wohnte er in der Rue Raynouard in einem Gebäude, das heute als Maison de Balzac zugänglich ist.
Die auĂergewĂśhnliche Vitalität und Schaffenskraft Balzacs beschränkten sich nicht auf seine literarische Aktivität als Erzähler, Journalist und gelegentlicher (stets erfolgloser) Dramatiker.cite-ref-3[3] Vielmehr war er ein Lebemann, der trotz seiner ständig wachsenden Schulden einen luxuriĂśsen Lebensstil mit Kutsche, guter Kleidung, eleganten Wohnungen und sogar einem Landsitz zu unterhalten versuchte und ein aufwändiges gesellschaftliches Leben pflegte. Auch hatte er bis etwa 1843 fast ständig Geliebte, wobei er es immer wieder schaffte, aufopferungswillige und oft auch zu finanziellen Hilfeleistungen bereite Frauen aus den besten Kreisen an sich zu binden.
GrĂźndung des Schriftstellerverbandes
1838 wurde von ihm, Victor Hugo, Alexandre Dumas und George Sand der erste franzĂśsische Schriftstellerverband, die SociĂŠtĂŠ de Gens de Lettres gegrĂźndet. Balzac steuerte den bedeutenden Grundentwurf bei, den Code littĂŠraire de la SociĂŠtĂŠ des Gens de Lettrescite-ref-4[4], der erstmals die Urheberrechte der Schriftsteller an ihren Werken postulierte. Balzac hatte sehr persĂśnliche Motive, sich hier zu engagieren, da eines seiner Werke nach der VerĂśffentlichung in Frankreich immer wieder in Belgien nachgedruckt und wesentlich billiger in hohen Auflagen in ganz Europa vertrieben wurde, ohne dass er einen Anteil davon bekam. Wegen Meinungsverschiedenheiten zog er sich jedoch schon bald aus der Vereinigung zurĂźck.
Die letzten Jahre
Spätestens 1843 und verstärkt 1844 bekam er aufgrund seiner ständigen Ăberanstrengung und seines exzessiven Kaffeeverbrauchs Gesundheitsprobleme. Er versuchte jedoch, sie mit Arbeit zu betäuben oder auf Reisen mit Mme HaĹska zu vergessen, die ab 1845 seine feste, allerdings niemals ständig mit ihm zusammenlebende Partnerin wurde. Mit ihr bereiste er in drei Sommern Frankreich, Deutschland, Italien und die Schweiz. Den Winter 1847/48 und das ganze Jahr 1849 verbrachte er mit ihr auf ihrem polnischen Schloss Wierzchownia bei BerdyczĂłw im damaligen Russischen Reich (heute Berdytschiw in der Ukraine). Seine Hoffnung, sich dort gesundpflegen zu lassen, erfĂźllte sich jedoch nicht. Am 14. März 1850 heiratete Balzac seine langjährige Partnerin Ewelina HaĹska in Berditschew.
Nach mehrwÜchiger und offenbar strapaziÜser Rßckreise nach Paris starb Balzac dort am 18. August 1850. Er wurde auf dem Pariser Friedhof Père-Lachaise beigesetzt.cite-ref-5[5] Victor Hugo hielt die Trauerrede.
Die Aufnahme in die AcadÊmie française war Balzac trotz mehrerer Anläufe (zuletzt in Abwesenheit 1849) nicht vergÜnnt: Sein Stil galt bei der professionellen Literaturkritik der Zeit als zu formlos und damit unseriÜs. Immerhin wurde Balzac 1845 mit dem Kreuz der Ehrenlegion ausgezeichnet.
Aller Wahrscheinlichkeit erhielt seine Witwe grĂśĂere EinkĂźnfte aus seiner Schriftstellerei als Balzac zu Lebzeiten selbst. Er pflegte nämlich seine zunächst noch relativ hoch angesetzten Honorare ganz erheblich dadurch zu schmälern, dass er auf den Korrekturfahnen seiner Texte so viele Verbesserungen anbrachte, dass diese gänzlich neu gesetzt werden mussten.
Schon zu Lebzeiten wurde Balzac mehrfach von Malern porträtiert. Auch Karikaturisten nahmen ihn häufig aufs Korn. Die heute bekannteste Darstellung ist wohl die Statue, die Auguste Rodin zwischen 1893 und 1897 schuf und die im Rodin-Museum in Paris zu sehen ist.
Balzacs Werk: Gesamtplan, Stil und Wirkung
Die ComĂŠdie Humaine (Die menschliche KomĂśdie) sollte Balzacs Lebenswerk werden, das er jedoch nicht mehr vollenden konnte. âNurâ 91 der geplanten 137 Romane und Erzählungen wurden fertiggestellt.
Balzac verband die einzelnen Texte zu einem Zyklus, indem er viele Figuren mehrfach auftreten lieĂ. Mit dieser literarischen Innovation wollte er ein System schaffen, das seiner Intention entsprach, ein umfassendes (Sitten-)Gemälde seiner Zeit zu entwerfen: âDie Unermesslichkeit eines Planes, der zugleich die Geschichte und die Kritik der Gesellschaft, die Analyse ihrer Ăbel und die ErĂśrterung ihrer Prinzipien umfasst, berechtigt mich, so scheint es mir, meinem Werk den Titel zu geben, unter dem es heute erscheint: âşDie menschliche KomĂśdieâš.âcite-ref-6[6]
Balzacs Erzählweise gilt in der Literaturgeschichte als prototypisch fĂźr den traditionellen Roman âĂ la Balzacâ, d. h. einen Roman mit interessanten, nicht eben Durchschnittstypen verkĂśrpernden Protagonisten, einer interessanten und mehr oder minder zielstrebigen Handlung sowie einem eindeutigen Vorherrschen der auktorialen Erzählsituation.
Beeinflusst ist Balzac noch von der Romantik; er neigt zum Melodramatischen. Triviale Verstrickungen erscheinen als tragisch, SĂźchte als Leidenschaften, UnglĂźckliche werden zu Helden oder Heiligen, Frauengestalten zu Engeln.cite-ref-7[7] Dabei scheut er auch vor der Dämonisierung seiner Figuren nicht zurĂźck. Ausgesprochen typisch fĂźr sein Werk ist nach Erich Auerbach die Harmonie zwischen den handelnden Personen mit ihren physisch-moralischen Qualitäten und den sie umgebenden Räumen bzw. Milieus. Auerbach spricht in diesem Zusammenhang von einer âStileinheitâ des Milieus vor allem der niederen und mittleren Klassen, wodurch extrem suggestive Bilder erzeugt wĂźrden. So signalisiere das historisch entstandene Milieu der Madame Vauquer aus Le Père Goriot eine âniedrige und gemeine Beschränktheitâ, eine Mischung von âDummheit, Schlauheit und versteckter Lebenskraftâ. Auerbach bezeichnet diesen Stil als âatmosphärischen Historismusâ und âatmosphärischen Realismusâ: Balzac fasse die Gegenwart in ihrer Gewordenheit, also als Geschichte auf.cite-ref-8[8]
Innerhalb dieses literarischen Spiegelbildes der zeitgenĂśssischen Verhältnisse schrieb Balzac jĂźdischen Figuren antijĂźdischen Klischees entsprechende Charakteristika zu: Nucingen, einer der groĂen Bankiers in Paris, wird als habgierig gezeichnet. Nebenbei besitzt er deutsche Wurzeln, wie auch Fritz Brunner aus Le Cousin Pons, dem Balzac beaucoup de juiverie (âein groĂes MaĂ an jĂźdischer Verschlagenheit/Gerissenheitâ) attestiert.cite-ref-9[9]
Mit seiner relativ ungeschminkten Darstellung der gesellschaftlichen Realität prägte Balzac Generationen nicht nur franzĂśsischer Autoren und bereitete den Naturalismus vor. Sein Prinzip der Verbindung einer ganzen Serie von Romanen durch ein System wiederkehrender Figuren wurde von Ămile Zola in dessen Zyklus der Rougon-Macquart aufgegriffen.
Werke
TheaterstĂźcke
⢠Cromwell, 1820
⢠Le Nègre, 1823
⢠Vautrin, 1840
⢠PamÊla Giraud, 1843
⢠Les Ressources de Quinola, 1842
⢠La Marâtre, 1848
⢠Mercadet le faiseur, 1840 (1851 posthum uraufgefßhrt)
Jugendwerke
Die Jugendwerke hat Balzac unter den Pseudonymen Lord R'Hoone und Horace de Saint-Aubin verÜffentlicht. Er hat diese Romane auch später nicht anerkannt und sie gehÜren nicht zur ComÊdie humaine, in der aber Motive und auch Personen aus diesen Schriften wieder aufgegriffen werden.
⢠StÊnie, 1819
⢠Falthurne, 1822
⢠Le Vicaire des Ardennes, 1822 (Horace de Saint-Aubin)
⢠LâHĂŠritière de Birague, 1822 (Lord RâHoone)
⢠Clotilde de Lusignan, 1823 (Lord RâHoone)
⢠Annette et le criminel, 1824 (Horace de Saint-Aubin), auch unter dem Titel Argow le pirate verÜffentlichtcite-ref-10[10]
⢠Le Centenaire ou les deux Beringheld, 1824 (Horace de Saint-Aubin)
⢠Wann-Chlore, 1825 (Horace de Saint-Aubin)
La ComĂŠdie humaine
(Chronologische Reihenfolge, Zuordnung zu den Scènes im Artikel La ComÊdie humaine)
⢠Le dernier Chouan ou la Bretagne en 1800, Roman 1829 (dt. Der letzte Chouan oder Die Bretagne im Jahr 1800, 1841)
⢠Physiologie du mariage, Abhandlung 1829 (dt. Physiologie der Ehe, 1842 und Üfter, so 1908 von Heinrich Conrad)
⢠Adieu, Novelle 1830 (dt. Lebewohl, 1908)
⢠Le bal de Sceaux, Erzählung 1830 (dt. Der Ball von Sceaux, 1900)
⢠Ătude de femme, Erzählung 1830 (dt. Frauenstudie, 1841)
⢠Gobseck, Erzählung 1830 (dt. Gobseck, 1846)
⢠La maison du Chat-qui-pelote, Erzählung 1830 (dt. Das Haus âZur ballspielenden Katzeâ, 1845)
⢠Une passion dans le dÊsert, Novelle 1830 (dt. Eine Leidenschaft in der Wßste, 1908)
⢠Petites misères de la vie conjugale, Erzählung 1830 (dt. Kleine NÜte des Ehelebens, 1847)
⢠Sarrasine, Erzählung 1830 (dt. Sarrasine, 1912)
⢠La vendetta, Erzählung 1830 (dt. Vendetta, 1841â1846)
⢠Une double famille, Erzählung 1830 (dt. Eine doppelte Familie)
⢠La Paix du mÊnage, Erzählung 1830 (dt. Ehefrieden)
⢠Lâauberge rouge, Erzählung 1831 (dt. Die rote Herberge, 1924)
⢠Le chef-dâoeuvre inconnu, Erzählung 1831 (dt. Das unbekannte Meisterwerk, 1925)
⢠La peau de chagrin, Roman 1831 (dt. Das Chagrinleder, 1841)
⢠Lâenfant maudit, Erzählung 1831 (dt. Das verfluchte Kind, 1831)
⢠LâĂlixir de longue vie, Erzählung 1831 (dt. Das Lebenselixier)
⢠Les proscrits, Erzählung 1831 (dt. Die Geächteten, 1836)
⢠El Verdugo, Erzählung 1831 (dt. El Verdugo)
⢠JÊsus-Christ en Flandre, Erzählung 1831 (dt. Jesus Christus in Flandern)
⢠La bourse, Erzählung 1832 (dt. Die BÜrse, 1958)
⢠Le CurÊ de Tours, Erzählung 1832 (dt. Der Pfarrer von Tours, 1924)
⢠Le colonel Chabert, Erzählung 1832 (dt. Oberst Chabert, 1844)
⢠La femme abandonnÊe, Erzählung 1832 (dt. Die verlassene Frau, 1846)
⢠La Grenadière, Erzählung 1832 (dt. Die Grenadiere, 1845)
⢠Louis Lambert, Roman 1832 (dt. Louis Lambert, 1845)
⢠Madame Firmiani, Roman 1832 (dt. Madame Firmiani)
⢠Le RÊquisitionnaire, Roman 1832 (dt. Der Aufgebotene)
⢠MaÎtre CornÊlius, Roman 1832 (dt. Meister Cornelius)
⢠Lâillustre Gaudissart, Erzählung 1833 (dt. Der berĂźhmte Gaudissart, 1846)
⢠Le mÊdecin de campagne, Roman 1833 (dt. Der Landarzt, 1835)
⢠Le Message, Roman 1833 (dt. Die Botschaft)
⢠Gaudissart II, Roman 1834 (dt. Gaudissart II)
⢠EugÊnie Grandet, Roman 1834 (dt. EugÊnie Grandet, 1835)
⢠La recherche de lâabsolu, Roman 1834 (dt. Die Suche nach dem Absoluten, 1841â1846)
⢠Le Père Goriot, Roman 1834/35 (dt. Vater Goriot, 1835)
⢠Histoire des treize, Erzählungen 1843 (dt. Geschichte der Dreizehn, 1909)
⢠Ferragus, Erzählung 1834 (dt. Ferragus)
⢠La duchesse de Langeais, Erzählung 1834 (dt. Die Herzogin von Langeais)
⢠La fille aux yeux dâor, Erzählung 1835 (dt. Das Mädchen mit den Goldaugen)
⢠Les Marana, Erzählung 1834 (dt. Die Maranas)
⢠Le lys dans la vallÊe, Roman 1835 (dt. Die Lilie im Tal, 1845)
⢠Un drame au bord de la mer, Erzählung 1835 (dt. Ein Drama am Meeresstrand, 1910)
⢠Les paysans, Roman 1835 (dt. Die Bauern, 1923)
⢠SĂŠraphĂta, Erzählung 1835 (dt. Seraphita, 1836)
⢠Le contrat de mariage, Roman 1835 (dt. Der Ehevertrag, 1846)
⢠Melmoth rÊconciliÊ, Erzählung 1835 (dt. Melmoth)
⢠Facino Cane, Erzählung 1836 (dt. Facino Cane, 1912)
⢠La vieille fille, Roman 1836 (dt. Die alte Jungfer, 1838)
⢠La Messe de lâathĂŠe, Erzählung 1836 (dt. Die Messe des Gottesleugners)
⢠LâInterdiction, Erzählung 1836 (dt. Die EntmĂźndigung)
⢠Sur Catherine de MÊdicis, Erzählung 1836 (dt. Katharina von Medici)
⢠Gambara, Erzählung 1837 (dt. Gambara, 1845)
⢠Illusions perdues, Roman 1837â1843 (dt. Verlorene Illusionen, 1846)
⢠Neußbersetzung von Melanie Walz: Hanser, Mßnchen 2014, ISBN 978-3-446-24614-0.
⢠La Muse du dÊpartement, Erzählung 1837 (dt. Die Muse des DÊpartements).
⢠Massimilla Doni, Erzählung 1837.
⢠La femme supÊrieure (Les EmployÊs), Roman 1837 (dt. Die ßberlegene Frau, 1843)
⢠Histoire de la grandeur et de la dĂŠcadence de CĂŠsar Birotteau, Roman 1838 (dt. Geschichte der GrĂśĂe und des Verfalls von CĂŠsar Birotteau, 1842)
⢠La maison Nucingen, Erzählung 1838 (dt. Das Haus Nucingen, 1845)
⢠Splendeurs et misères des courtisanes, Roman 1838â1844 (dt. Glanz und Elend der Kurtisanen, 1845)
⢠Le cabinet des antiques, Roman 1839 (dt. Das Antiquitätenkabinett, 1923)
⢠Le curÊ de village, Roman 1839 (dt. Der Landpfarrer, 1841)
⢠Les secrets de la princesse de Cadignan, Erzählung 1839 (dt. Die Geheimnisse der Fßrstin von Cadignan, 1920)
⢠BĂŠatrix ou les amours forcĂŠs, Roman 1839â1845 (dt. Beatrix oder Die erzwungene Liebe, 1840)
⢠Une fille dâĂve, Erzählung 1839 (dt. Eine Evastochter)
⢠Autre Êtude de femme, Erzählung 1839 (dt. Zweite Frauenstudie)
⢠Pierre Grassou, Erzählung 1839
⢠Un prince de la bohème, Erzählung 1840 (dt. Ein Fßrst der Bohème)
⢠Pierrette, Roman 1840 (dt. Pierrette, 1840)
⢠Z. Marcas, Erzählung 1840 (dt. Z. Marcas, 1923)
⢠La fausse maitresse, Erzählung 1841 (dt. Die falsche Geliebte, 1844)
⢠Une tÊnÊbreuse affaire, Roman 1841 (dt. Eine dunkle Affäre, 1841)
⢠Ursule MirouÍt, Roman 1841 (dt. Ursula Mirouet, 1843)
⢠Neußbers. Ursule MirouÍt durch Nicola Denis. Matthes & Seitz, Berlin 2017cite-ref-11[11]
⢠MÊmoires de deux jeunes mariÊes, Briefroman 1841/1842 (dt. Memoiren zweier junger Frauen, 1844)
⢠Albert Savarus, Roman 1842 (dt. Albert Savarus, 1925)
⢠La femme de trente ans, Roman 1842 (dt. Die Frau von dreiĂig Jahren, 1845)
⢠La rabouilleuse, Roman 1841/42 (dt. Die Krebsfischerin, 1846)
⢠Modeste Mignon ou les trois amoureux, Roman 1844 (dt. Modeste Mignon oder Die drei Liebhaber, 1846)
⢠Un dÊbut dans la vie, Erzählung 1844 (dt. Ein Lebensbeginn)
⢠Un homme dâaffaires, Erzählung 1844 (dt. Ein Geschäftsmann)
⢠Honorine, Erzählung 1845
⢠Un Êpisode sous la Terreur, Erzählung 1845 (dt. Eine Episode aus der Zeit der Schreckensherrschaft)
⢠La cousine Bette, Roman 1846 (dt. Kusine Lisbeth, 1910; Cousine Bette. Die Rache einer Frau, 2022)
⢠Les comÊdiens sans le savoir, Erzählung 1846 (dt. Die unfreiwilligen KomÜdianten, 1923)
⢠Le cousin Pons ou les deux musiciens, Roman 1847 (dt. Vetter Pons oder Die beiden Musiker, 1919)
⢠Lâenvers de lâhistoire contemporaine, Roman 1842 (dt. Die Kehrseite der Zeitgeschichte, 1967) (Regie J. Robert)
⢠Le DĂŠputĂŠ dâArcis, Erzählung 1854 (dt. Der Abgeordnete von Arcis)
⢠Les Petits Bourgeois, Erzählung 1856 (dt. Die Kleinbßrger)
Sonstige Werke auĂerhalb der ComĂŠdie humaine
⢠Voyage de Paris à Java, 1830
⢠La ComÊdie du diable, 1831 (deutsch: Die KomÜdie des Teufels. Der Pakt. Aus dem FranzÜsischen von Ulrich Esser-Simon. Marix Verlag, Wiesbaden 2018, ISBN 978-3-7374-1078-6.)
⢠La Chine et les chinois, 1842
⢠Les contes drolatiques, 1832â1837 (deutsch Tolldreiste Geschichten)
⢠Scènes de la vie privĂŠe et publique des animaux, 1840â1842
⢠Les Amours de deux bĂŞtes offerts en exemple aux gens dâesprit
⢠Voyage dâun lion dâAfrique Ă Paris, et ce qui sâensuivit
⢠Guide-âne Ă lâusage des animaux qui veulent parvenir aux honneurs
⢠Voyage dâun moineau de Paris Ă la recherche du meilleur gouvernement
⢠Revue parisienne (Zeitschrift, drei Ausgaben, 1840)
⢠Ein Abglanz meines Begehrens: Bericht einer Reise nach Russland 1847. Friedenauer Presse, Berlin 2018, ISBN 978-3-932109-85-0.
Zweisprachige Ausgaben
⢠Meister Frenhofer / MaÎtre Frenhofer. Zweisprachige Ausgabe: Deutsch/FranzÜsisch. Aus dem FranzÜsischen von Ernst Stadler. Calambac Verlag, Saarbrßcken 2021, ISBN 978-3-943117-11-0.
Karikaturen
Verfilmungen (Auswahl)
⢠La peau de chagrin, Verfilmungen: Frankreich 1909 oder 1911 (Regie M. CarrÊ), Slave of desire, USA 1923 (Regie G. D. Baker), Die unheimlichen Wßnsche, Deutschland 1939 (Regie Heinz Hilpert), La piel de Zapa, Argentinien 1943 (Regie B. Herr)
⢠Le colonel Chabert, Verfilmungen: Frankreich 1910 (Regie AndrÊ Calmettes), Deutschland 1920 (Regie E. Burg), Italien 1920 (Regie C. Gallone), Mensch ohne Namen, Deutschland 1932 (Regie Gustav Ucicky), Frankreich 1943 (Regie R. Le HÊnaff), BR Deutschland 1956 (Regie V. von Collande), BR Deutschland 1967 (TV, Regie L. Cremer), Frankreich 1994 (Regie Yves Angelo)
⢠La duchesse de Langeais, Verfilmungen: Frankreich 1910 (Regie AndrÊ Calmettes), The Eternal Flame, USA 1922 (Regie F. Lloyd), Deutschland 1926 (Regie Paul Czinner) als Liebe, Frankreich 1942 (Regie Jacques de Baroncelli), Ne touchez pas la hache, Frankreich 2007 (Regie Jacques Rivette)
⢠Histoire de la grandeur et de la dÊcadence de CÊsar Birotteau, Verfilmungen: Frankreich 1911 (Regie E. Chautard), Italien 1921 (Regie A. Fratelli)
⢠Un drame au bord de la mer, Verfilmung: Lâhomme du large, Frankreich 1920 (Regie Marcel LâHerbier)
⢠BÊatrix ou les amours forcÊs, Verfilmung: Beatrice, Italien 1920 (Regie Herbert Brenon)
⢠EugÊnie Grandet, Verfilmungen: The Conquering Power, USA 1921 (Regie Rex Ingram), Italien 1946 (Regie M. Soldati), Mexiko 1952 (Regie E. Gómez Muriel), Unser liebes Fräulein Grandet, BR Deutschland 1965 (TV-Regie G. Fleckenstein)
⢠Le Père Goriot, Verfilmungen: USA 1915, Frankreich 1921/22 (Regie Jacques de Baroncelli), Paris at Midnight, USA 1926 (Regie E. Mason Hopper), Frankreich 1944 (Regie R. Vernay), Karriere in Paris, DDR 1951 (Regie Georg C. Klaren)
⢠L'auberge rouge, Verfilmung: Frankreich 1922/23 (Regie Jean Epstein), Frankreich 1951 (Regie Claude Autant-Lara)
⢠Adieu, Verfilmung: 1812, Deutschland 1923 (Regie J. Berger)
⢠Gobseck, Verfilmungen: Deutschland 1923 (Regie P. Rist), UdSSR 1936 (Regie K. Eggert)
⢠Le cousin Pons ou les deux musiciens, Verfilmung: Frankreich 1924
⢠Splendeurs et misères des courtisanes, Verfilmung: Glanz und Elend der Kurtisanen, Deutschland 1927 (Regie Manfred Noa)
⢠La cousine Bette, Verfilmungen: Frankreich 1928 (Regie M. de Rieux), Frankreich 1966 (TV-Regie Y.-A. Hubert), USA 1998 (Regie Des McAnuff)
⢠La fausse maitresse, Verfilmung: Frankreich 1942 (Regie AndrÊ Cayatte)
⢠La rabouilleuse, Verfilmungen: Frankreich 1943 (Regie F. Rivers), Trßbe Wasser (Les arrivistes), Frankreich/DDR 1960 (Regie L. Daquin)
⢠La fille aux yeux dâor, Verfilmung: Frankreich 1961 (Regie I. G. Albicocco)
⢠SĂŠraphĂta, Verfilmung: Himself as Herself, USA 1966/67 (Regie G. J. Markopoulos),
⢠Les contes drolatiques, Verfilmung: Die tolldreisten Geschichten, BR Deutschland 1968 (Regie J. Zachar)
⢠Pierrette, Verfilmung: Gli amori di Dafne, Italien 1970 (Regie O. Brazzi)
⢠Le chef-dâoeuvre inconnu, Verfilmung: La belle noiseuse, Frankreich 1992 (Regie Jacques Rivette)
⢠Die verlassene Frau (La femme abandonnĂŠe), Frankreich 1992 (Regie: Ădouard Molinaro)
⢠Albert Savarus, Frankreich 1993 (Regie: Alexandre Astruc)
⢠Verlorene Illusionen (Illusions perdues): Frankreich 2021 (Regie: Xavier Giannoli)
Vertonungen (Auswahl)
⢠SĂŠraphĂta, Ruggiero Leoncavallo, Symphonisches Gedicht, 1894
⢠La peau de chagrin, Oper in sieben Bildern von Fritz GeiĂler nach einem Libretto von GĂźnther Deicke, 1977/78
⢠Oberst Chabert, Oper von Hermann Wolfgang von Waltershausen, Urauffßhrung 18. Januar 1912 in Frankfurt am Main
Deutsche Gesamtausgaben (Auswahl)
⢠Sämtliche Werke, 82 Bände, Basse-Verlag, Quedlinburg 1841â1846
⢠Die menschliche KomĂśdie, 16 Bände, Insel, Leipzig 1908â1911
⢠Gesammelte Werke, 44 Bände, Rowohlt, Berlin 1923â1926, Neuauflage in 40 Bänden Hamburg 1952â1955. Reprint 40 + 1 Bände, Diogenes, ZĂźrich 1977, Neuauflage 1998
⢠Die menschliche KomĂśdie Hg. Fritz-Georg Voigt, DĂźnndruckausgabe in 20 Bänden, Aufbau-Verlag, Berlin und Weimar 1961â1985
⢠Die menschliche KomĂśdie, Hg. Ernst Sander, 12 Bände, Goldmann, MĂźnchen 1971â1972, Taschenbuch-Ausgabe btb, Berlin 1998
Siehe auch
Literatur
⢠LÊon Gozlan: Balzac in Pantoffeln. Heimeran, Mßnchen 1967; dtv, Mßnchen 1969.cite-ref-12[12]
⢠Bettina Licht: Balzac. Leben und Werk des Romanciers. Probst, Mainz-Kostheim 2002, ISBN 3-935718-83-7.
⢠Clint Lukas: Eine Stunde Balzac: Kampf mit der Menschlichen KomÜdie. BoD, Berlin 2023, ISBN 3-7578-8581-3.
⢠AndrÊ Maurois: Prometheus oder das Leben Balzacs. Econ, Dßsseldorf 1966 (auch als Das Leben des HonorÊ Balzac. Eine Biographie. Diogenes, Zßrich 1985, ISBN 3-257-21297-6).
⢠Anka Muhlstein: Die Austern des Monsieur Balzac. Eine delikate Biografie, Ăbers. Grete Osterwald, Arche, ZĂźrich 2011, ISBN 978-3-7160-2610-6.
⢠GaÍtan Picon: HonorÊ de Balzac. 8. Aufl., Rowohlt, Reinbek 2000, ISBN 3-499-50030-2.
⢠Wolfgang Pohrt: HonorÊ de Balzac. Der Geheimagent der Unzufriedenheit. 3. Aufl., Tiamat, Berlin 2012.
⢠Charles-Augustin Sainte-Beuve: Balzac. Die Suche nach dem Unbedingten. in: Literarische Porträts. Ăbers. und Erl. Rolf MĂźller; Ausw. und Einl. Katharina ScheinfuĂ. Dieterichâsche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1958; Wissenschaftliche Buchgesellschaft WBG, Darmstadt 1958,cite-ref-13[13] S. 251â302.
⢠Claudia SchmÜlders (Hrsg.): Balzac. Leben und Werk. Erw. Neuausgabe. Diogenes, Zßrich 1993, ISBN 3-257-22661-6.
⢠Laure de Surville: Mein Bruder HonorÊ de Balzac. Die Schwester berichtet. Voco, KÜln 1989, ISBN 3-926566-93-0.
⢠Hans-Ulrich Gumbrecht (Hrsg.): HonorÊ de Balzac. Wilhelm Fink, Mßnchen 1980 (Reihe Uni-Taschenbßcher UTB, 977), ISBN 3-7705-1883-7.
⢠Stefan Zweig: Balzac. Eine Biographie. Fischer TB, Frankfurt 1994, ISBN 3-596-22183-8cite-ref-14[14]
⢠Richard Beilharz: Balzac. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979. (Erträge der Forschung)
Weblinks
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⢠Werke von HonorÊ de Balzac im Projekt Gutenberg-DE
⢠Namen, Titel und Daten der franzÜsischen Literatur von Gert Pinkernell
⢠Zum 150. Todestag von HonorÊ de Balzac
⢠HonorÊ de Balzacs Werke: Text, Konkordanzen und Frequenzlisten (englisch)
⢠Aufsätze zu Balzac von Ulrich Schulz-Buschhaus (Das Aufsatzwerk)
Einzelnachweise
cite-note-11. â Vgl. Hugo Friedrich: Drei Klassiker des franzĂśsischen Romans: Stendhal, Balzac, Flaubert. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1980.
cite-note-22. â Stefan Zweig: Balzac. S. Fischer Verlag, 1954, S. 507.
cite-note-33. â Bei der Realisierung der Dramen zog er auch Mitarbeiter heran, wie bei Vautrin (1840) seinen Freund und Mitarbeiter Laurent-Jan; Edouard Ourlic und Auguste-Guillaume de Belloy sprangen schnell ab. Vgl. Mauriac: Prometheus oder das Leben Balzacs. Econ, 1966, S. 369 f.
cite-note-44. â Code littĂŠraire proposĂŠ par M. de Balzac in der Bibliothèque ĂŠlectronique de Lisieux.
cite-note-55. â HonorĂŠ de Balzac in der Datenbank Find a Grave, abgerufen am 13. September 2017. .
cite-note-66. â Balzac, Vorrede zur menschlichen KomĂśdie (1842) Online
cite-note-77. â Erich Auerbach: Mimesis. (1946) 10. Auflage, TĂźbingen, Basel 2001, S. 449.
cite-note-88. â Erich Auerbach: Mimesis. (1946) 10. Auflage, TĂźbingen, Basel 2001, S. 438 ff.
cite-note-99. â Bernd Kortländer (Hrsg.): Balzac und Deutschland â Deutschland und Balzac. Narr Verlag, TĂźbingen 2012, S. 20.
cite-note-1010. â Barbara Vinken: Bekehrung. Vom Piraten zum Heiligen â Balzacs Argow: Das ewig Weibliche zieht uns hinan. In: Rainer Hank, Hartmut Leppin, Werner Plumpe (Hrsg.): âAlle, die mit uns auf Kaperfahrt fahrenâ. Piratengeschichten auf den Meeren der Welt. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2023, ISBN 978-3-593-51706-3, S. 231â246.
cite-note-1111. â Denis in der Ăbersetzer-Datenbank des VdĂ, 2019
cite-note-1212. â Das 1856 erschienene Buch Balzac en pantoufles, mit Einblicken in Balzacs Privatleben.
cite-note-1313. â Auch Ăźber Jean de La Fontaine, Molière, Alain-RenĂŠ Lesage, Diderot, Madame de StaĂŤl, Jean de La Bruyère, Victor Hugo und Pierre-Jean de BĂŠranger. Der Text Ăźber Balzac in FranzĂśsisch online als Scan. Zuerst La recherche de lâabsolu., der Autor signiert hier C. A. (= Sainte-Beuve). Reihe: Poètes et romanciers modernes de la France, 16. Revue des Deux Mondes, 1834, Bd. 4, S. 440â458. Der Text begrĂźndete ein dauerndes ZerwĂźrfnis zwischen den beiden.
cite-note-1414. â GroĂe Biografie, die ein Fragment blieb. Das Leben Balzacs wird ausfĂźhrlich geschildert, die Beschreibung des Werkes blieb unvollendet.